Was wir machen

Unsere Tätigkeiten und Ziele liegen in den folgenden vier Bereichen:​

  • Koordinierung und Planung einer jährlichen, öffentlichen Veranstaltung im Herbst
  • Bündelung, Vernetzung und Austausch von Fachexpertise
  • Sensibilisierung von Kirche, Behörden und Öffentlichkeit für die Bedürfnisse zur Erhaltung kirchlicher Kulturgüter
  • Aufbau und Betrieb einer die Ziele unterstützenden Website


Was sind kirchliche Kulturgüter?

Kirchliche Kulturgüter sind Gegenstände, Werke und Zeugnisse, die mit dem kirchlichen und klösterlichen Leben verbunden sind. Sie haben eine religiöse, historische, kulturelle oder künstlerische Bedeutung und erzählen von gelebter Spiritualität und kirchlicher Tradition. Dazu gehören unter anderem: 

  • Liturgische Geräte und Ausstattungen wie Kelche, Monstranzen, Leuchter und liturgisches Mobiliar
  • Kunst- und Bildwerke wie Altarbilder, Gemälde, Andachtsbilder, Skulpturen und Kreuze
  • Textilien und Paramente wie Messgewänder, Altartücher und weitere liturgische Textilien
  • Schriftgut wie Bücher, Handschriften und alte Drucke
  • Prozessionsfiguren und Reliquienschreine
  • Devotionalien und Gegenstände der persönlichen Andacht

Kirchliche Kulturgüter können sowohl im Gebrauch befindliche Objekte sein, die Teil der Liturgie und des kirchlichen Lebens sind, als auch nicht mehr genutzte Objekte, etwa weil sie dem heutigen Zeitgeschmack oder der aktuellen Spiritualität nicht mehr entsprechen.


Warum sind die kirchlichen Kulturgüter gefährdet?

Die kirchliche und klösterliche Landschaft der Schweiz befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Kirchgemeinden und Pfarreien stehen vor der Herausforderung, neue Nutzungen oder Umnutzungen für Kirchen und andere kirchliche Gebäude zu finden. Gleichzeitig werden Klöster aufgelöst oder Ordensgemeinschaften geben ihre Konvente auf. Weitere Schliessungen klösterlicher Niederlassungen sind absehbar. Diese Entwicklung betrifft verschiedene Orden und Regionen in der ganzen Schweiz. Mit der Auflösung oder Veränderung kirchlicher und klösterlicher Strukturen stellt sich zunehmend die Frage, was mit dem beweglichen Kulturgut geschieht.

Fragen nach Sicherung, Erhalt, Dokumentation und künftiger Zugänglichkeit werden dadurch immer dringlicher. In der Schweiz beschäftigen sich bereits verschiedene Akteurinnen und Akteure mit diesen Herausforderungen. Ihre Arbeit findet jedoch vielfach auf lokaler, regionaler oder kantonaler Ebene statt. Der Arbeitskreis Kirchliche Kulturgüter möchte die vorhandene Fachkompetenz, Erfahrungen und laufenden Projekte zusammenführen, den Austausch fördern und damit zu einer nachhaltigen Sicherung kirchlicher Kulturgüter beitragen. 


Welche Bedeutung haben die kirchlichen Kulturgüter?

Kirchliche Kulturgüter dokumentieren – ähnlich wie Archivgut – die einzigartige Geschichte einer Ortskirche oder eines Klosters. Sie geben Einblick in vergangene Epochen, in die Kultur und den Alltag ihrer Zeit und eröffnen zugleich einen künstlerischen Zugang zu Glaubensfragen. Als Kunst- und Handwerksobjekte zeugen sie zudem von der handwerklichen und künstlerischen Fertigkeit vergangener Generationen. In ihnen verbinden sich Geschichte, Glaube, Kunst und gelebte Tradition. Kirchliche Kulturgüter gehören dabei nicht nur einer einzelnen Generation. Sie sind Teil eines gemeinsamen und generationenübergreifenden Kulturerbes, das es zu bewahren, zu dokumentieren und für die Zukunft zugänglich zu halten gilt.

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